IGSU

Gemeinsam gegen das Littering

Neue landesweite Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU

Seit 3 Jahren engagieren sich die beiden privatwirtschaftlich organisierten Recyclingunternehmen IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling und PET-Recycling Schweiz gemeinsam gegen das Littering. Zusätzlich erhalten sie in diesem Jahr erstmals Unterstützung von VetroSwiss, die für die Förderung des Recyclings von Glasverpackungen zuständige Organisation. Auf dem Programm stehen Aufklärungen durch drei Botschafter über den Umgang mit Abfall und recycelbaren Wertstoffen, Kino-Spots wie auch Plakatkampagnen mit prägnanten Slogans sowie allgemeine Informationsarbeit. Diese Aktionen werden ab Ende Mai wiederum stufenweise umgesetzt. Weiter wollen nun die beiden Initianten (IGORA und PET) die Aktivitäten gegen das Littering breiter abstützen und haben dazu die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU gegründet.

Anlass zu dieser schweizerischen Offensive gab ursprünglich eine Studie der Uni Basel aus dem Jahr 2004. Sie brachte an den Tag, dass 30 Prozent des Abfalls auf öffentlichen Plätzen gelittert werden. Also nicht den öffentlich verfügbaren Abfalleimern oder Separatsammelstellen zugeführt, sondern schlicht und einfach auf den Boden geworfen. So etwa Take-away-Verpackungen, Zeitungen und Zeitschriften, Zigarettenstummel, Kaugummis, Servietten, Getränkeverpackungen usw. Die Ursachen des Litterings sind vielfältig: veränderte Konsum- und Ernährungsgewohnheiten, Bequemlichkeit, Individualismus und schwindende Rücksichtnahme in öffentlichen Räumen sowie die wachsende Zahl von Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen.

Plattform für alle 
Nach der erfolgreichen Aufbauarbeit im Kampf gegen die Unsitte des Litterings wollen IGORA und PET-Recycling Schweiz nun mit der Neugründung der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU einen Schritt vorangehen. Eine offene Plattform im Kampf gegen das Littering soll entstehen und weitere Partner aus konsumnahen Gebieten sowie der Recyclingwirtschaft sollen gewonnen werden, um gemeinsame Massnahmen in Angriff zu nehmen. Daniel Frischknecht, Marketingleiter der IGORA-Genossenschaft und einer der Initianten der IGSU, dazu: «Mit der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU bieten wir weiteren Unternehmen die Chance, mit vereinten Kräften für eine saubere Umwelt einzustehen. Wir versprechen uns davon einiges: sicher aber einen noch stärkeren Auftritt in der Öffentlichkeit und an den vielen Schauplätzen des Litterings. Wir wollen wieder eine gepflegte und saubere Schweiz und gleichzeitig auch nachhaltig unsere Ressourcen schonen.»

Breite Unterstützung 
Zustimmung erhalten die beiden IGSU-Initianten auf breiter Front. Seit Beginn unterstützen über 700 Gemeinden und Städte diese gemeinsamen Anstrengungen gegen das Littering mit regionalen Aktionen und Informationsvermittlungen. Auch Hans-Peter Fahrni, der für Abfall und Recycling zuständige Abteilungschef im Bundesamt für Umwelt BAFU äussert sich positiv zur gegründeten Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt IGSU: «Wir sind erfreut, dass private Recyclingorganisationen die Initiative ergreifen und mit vereinten Kräften gegen das Littering ankämpfen wollen.»

Littering kostet 
Schätzungen gehen davon aus, dass das Einsammeln und Entsorgen von gelittertenAbfällen in der Schweiz jährlich weit über 100 Millionen Franken kostet. Aber nicht nur die finanziellen Auswirkungen sind immens. Auch die Umwelt leidet beträchtlich. So ist beispielsweise ein weggeworfener Kaugummi erst nach 5 Jahren abgebaut. Ein Plastikbecher lebt sogar über Jahrzehnte, bis er verrottet. Untersuchungen zeigen, dass das Littering jedoch nicht nur die Staatskasse schmälert und die Umwelt beeinträchtigt. Für die grosse Mehrheit der Bevölkerung mindert Liegen- gelassenes im öffentlichen Raum die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl massiv. Vom Littering besonders betroffene Gebiete sind Party- und Unterhaltungszonen, Passagen, Plätze, weitläufige Tram- und Busstationen, zentrale Strassen mit vorhandenen Verpflegungsangeboten, Picknickplätze, Spazierwege, Quais usw.

Heute gemeinsam für morgen handeln 
Handeln ist also ohne Zweifel angesagt und mit der IGSU soll dem achtlosen Wegwerfen der Riegel geschoben werden. Darüber hinaus soll über den Sinn von Sammlung und Recycling von Wertstoffen sowie der fachgerechten Entsorgung verschiedenartiger Abfälle umfassend informiert werden. Primär sollen die IGSU-Aktivitäten die Konsumentinnen und Konsumenten im Umgang mit Abfall zu mehr Eigenverantwortung motivieren. Nach dem Gebrauch soll alles am richtigen Ort landen: Abfall im Abfalleimer und Getränkeverpackungen in den zahlreich aufgestellten Separat-Sammelstellen. 


Zürich, 30. Mai 2007 
Kontaktpersonen bei Rückfragen: 
IGORA-Genossenschaft: Daniel Frischknecht: 044 387 50 10
PET-Recycling Schweiz: Jean-Claude Würmli: 044 344 10 80
Der Medientext ist unter www.igora.ch/medien und www.petrecycling.ch/medien abrufbar. Weitere Informationen auch unter www.igsu.ch/d/news.htm

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Legende zum Bild: Landesweite Plakatkampagnen rufen für eine saubere Umwelt auf.

IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, Bellerivestrasse 28, Postfach, 8034 Zürich 
Telefon 044 387 50 10, Telefax 044 387 50 11, 
info[at]igora.ch, www.igora.ch 
Verein PRS PET-Recycling Schweiz, Naglerwiesenstrasse 4, 8049 Zürich 
Telefon 044 344 10 91, Telefax 044 344 10 99, info[at]prs.ch, www.petrecycling.ch

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