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Gemeinde Rüschlikon startet Anti-Littering-Kampagne mit IGSU


Rüschlikon, 16. April 2012 – Littering, also das unbedachte oder absichtliche Fallen- oder Liegenlassen von Abfällen auf Strassen, Plätzen, Parkanlagen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verursacht der öffentlichen Hand jährliche Mehrkosten von bis zu 200 Mio. Franken. Dies beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, sondern schadet dem Ruf eines Ortes und führt zu erhöhten Kosten für Reinigungsdienstleistungen. Die Gemeinde Rüschlikon sagt dem Littering deshalb den Kampf an und lanciert eine auf mehrere Jahre angelegte Anti-Littering-Kampagne.

Die zunehmende Verschmutzung des öffentlichen Raums durch Littering wird von immer mehr Menschen als störend empfunden. Zudem führt Littering zu massiven Mehrausgaben der öffentlichen Hand, welche indirekt wieder auf die Steuerzahler zurückfallen. Eine im Jahr 2011 durchgeführte Studie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) ergab, dass der öffentlichen Hand jährliche littering-bedingte Mehrausgaben von 200 Millionen Franken anfallen. Auf kommunaler Ebene bedeutet dies höhere Abfallentsorgungskosten von durchschnittlich 20 Prozent.

Umweltbewusstsein stärken

Um gegen das zunehmende Littering anzukämpfen, lanciert die Gemeinde Rüschlikon eine auf mehrere Jahre angelegte Anti-Littering-Kampagne. Mit diversen Aktionen möchte die Gemeinde so langfristig das Umweltbewusstsein der Bürger verbessern und das Verständnis vermitteln, dass Littering nicht nur schädlich für die Natur, sondern auch für die Menschen selber ist. Die Kampagne wurde in einer offenen Projektgruppe unter Einbezug der Jugend- und Altersarbeit, der Schule und der Polizei entwickelt.

Grillplausch zum Auftakt

Der Gemeinderat hat die Kampagne mit einem Anti-Littering-Tag am Samstag, 14. April lanciert. Rüschlikon lud alle Einwohner ein, zusammen den Start der Kampagne zu feiern. Über 100 Rüschlikerinnen und Rüschliker trotzten dem schlechten Wetter und nahmen teil. Zu sehen gab es eine Ausstellung rund ums Thema Littering, Spiel und Spass für die Kleinen sowie ein Barbecue für alle. „Gerade weil das Littering alle betrifft, ist es uns ein Anliegen, zusammen mit unseren Einwohnern den Dialog zu suchen und gemeinsam das Problem anzugehen“, betonte Gemeinderat Fabian Müller Tiefbau- und Werkvorstand, in seiner Ansprache. Schon eine kleine Geste von jedem Einzelnen könne genügen, um eine Verbesserung herbeizuführen.

Aufklärung durch IGSU-Botschafter vor Ort

Auf Aufklärungstour vor Ort waren auch Umweltbotschafter der IG saubere Umwelt (IGSU). Diese sind in der ganzen Schweiz für eine saubere Umwelt ohne Littering unterwegs. Weiss bekleidet und mit Recyclingmobilen klärten die IGSU-Botschafter auf witzige, freundliche und überzeugende Art auf und motivierten die Zuhörer, die Abfälle am richtigen Ort zu entsorgen und Wiederverwertbares wie z.B. Alu und PET in die Recyclingbehälter zu werfen. Mittels der Aufklärungskampagne will die IG saubere Umwelt zusammen mit der Gemeinde Rüschlikon der Bevölkerung mehr Eigenverantwortung im Umgang mit Abfall vermitteln.

Weitere Massnahmen geplant

Als weitere Massnahme im Rahmen der Anti-Littering-Kampagne optimiert die Gemeinde die Abfallinfrastruktur. Dazu werden auf dem Gebiet der Gemeinde zusätzliche Abfallbehälter angebracht, welche mit einem eigens kreierten Kampagnen-Logo beschriftet werden. Zudem werden die Werkarbeiter der Gemeinde ab Ostern bis Ende September jeweils auch an den Wochenenden und an Feiertagen publikumsintensive Standorte reinigen. In Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei und mit den IGSU-Botschaftern wird zudem an verschiedenen Tagen im Jahr an spezifischen Orten (Wald, See, Bahnhof, Schulhaus) die Bevölkerung vor Ort sensibilisiert.

Gute Aussichten auf Erfolg

Erfahrungen aus diversen Studien haben gezeigt, dass Aufklärungskampagnen das Umweltbewusstsein der Bevölkerung signifikant zum Positiven verändern können. Dabei ist es wichtig, dass die Kampagne langfristig angelegt ist und aus verschiedenen Massnahmen besteht. So tragen zum Bespiel zusätzliche Abfallbehälter dazu bei, dass weniger gelittert wird. Dies in Kombination mit regelmässigem Reinigen der neuralgischen Standorte führt zu sauberen Plätzen, und saubere Plätze wiederum erhöhen die Hemmschwelle für potentielle Littering-Verursacher, etwas wegzuwerfen. Auch Sensibilisierung der Bevölkerung und die damit einhergehende sozial Kontrolle erhöhen die Hemmschwelle, da damit die Angst verbunden ist, in Verlegenheit gebracht zu werden, wenn man einfach achtlos etwas wegwirft.

 

Anti-Littering-Kampagne von Rüschlikon: Das Massnahmenpaket

  • Kampagnen-Start mit Anti-Littering-Tag, Samstag, 14. April 2012
  • Einführung eines Anti-Littering-Logos
  • Optimierung der Abfallinfrastruktur in der Gemeinde
  • Zusätzliche Reinigung publikumsintensiver Standorte auch an Wochenenden und Feiertagen
  • Sensibilisierung der Bevölkerung vor Ort (Wald, See, Bahnhof, Schulhaus) durch IGSU-Botschafter
  • ab 2013: Realisierung eines Filmprojekts zum Thema Littering

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