Nächste Runde im Kampf gegen Littering im ländlichen Raum

Gemeinsame Kampagne von IGSU und Schweizer Bauernverband (SBV)

Der Schweizer Bauernverband und die IG Saubere Umwelt setzen ihre Zusammenarbeit im Kampf für weniger Abfall auf Landwirtschaftsflächen fort. 2014 soll der nationale Clean-Up-Day dazu dienen, um auf die Litteringprobleme im ländlichen Raum und negativen Auswirkungen für die Tiere aufmerksam zu machen.

Gedankenlos weggeworfene Abfälle, das so genannte Littering, entlang von viel benutzten Strassen und Wegen machen den Bauernfamilien das Leben schwer. Sackweise müssen sie leere Getränke-, Essens- oder Zigarettenverpackungen zusammenlesen, bevor sie ihre Wiesen mähen oder ihre Felder ernten können. Das Einsammeln braucht Zeit und ist ein Kostenfaktor. Harte Fremdkörper, in Kulturen die als Tierfutter oder Einstreu genutzt werden, gefährden zudem die Tiergesundheit und machen die Maschinen kaputt.

Weil Littering auch im ländlichen Raum zunehmend zum Problem wird, startete der Schweizer Bauernverband (SBV) vor einem Jahr in Zusammenarbeit mit der IG Saubere Umwelt (IGSU) eine Anti-Littering-Kampagne. Dazu gehörten verschiedene Instrumente zur Sensibilisierung: Zwei unterschiedliche, grosse Tafeln, die entlang von betroffenen Strassen aufgestellt werden können, eine kleinere Tafel für Spazierwege, ein Plakat für Zentren und Schulen sowie eine kleine Broschüre zum korrekten Verhalten im ländlichen Raum allgemein. Dazu entwickelte der SBV eine lebensgrosse Kuh mit Plexiglasmagen, die an Events und Ausstellungen zum Einsatz kommt. Schliesslich reichte der SBV-Direktor und Nationalrat Jacques Bourgeois eine parlamentarische Initiative ein, die eine nationale Gesetzesgrundlage für festgelegte Mindestbussen verlangt. Ziel ist es, damit  das Unrechtbewusstsein bei den „Litterern“ zu schärfen und Vergehen auch effektiv in der ganzen Schweiz möglichst saftig büssen zu können. Zurzeit sind die Bundesämter für Umwelt und Justiz daran, zuhanden der zuständigen Parlamentskommission einen konkreten Vorschlag dazu auszuarbeiten. Die Chancen sind damit gut, dass Littering in der ganzen Schweiz offiziell verboten ist und gebüsst wird.

Da Littering ein gesellschaftliches Problem ist, lässt es sich nicht in einem Jahr beheben. Eine im Winter durchgeführte Umfrage hat gezeigt, dass die aufgestellten Tafeln in fast 60 Prozent der Fälle zu einer Reduktion der Abfallmengen geführt haben. 30 Prozent der Antwortenden stellten keine Wirkung fest und Einzelne vermuteten gar einen gegenteiligen Effekt. Viele Rückmeldungen forderten die Fortsetzung oder gar die Verstärkung der lancierten Kampagne mit weiteren Massnahmen. Aus diesem Grund setzen der SBV und die IGSU diese fort und bieten die bisherigen Instrumente weiter zu Vorzugskonditionen an.

Weiter wird die Landwirtschaft sich dieses Jahr am nationalen Clean-Up-Day der IGSU am Freitag, 12. und  Samstag, 13. September 2014 engagieren und in jedem Kanton mindestens eine Aufräumaktion im ländlichen Raum organisieren. Abfall stört und ist gefährlich – nicht nur in der Stadt, sondern speziell auch in der Natur!

 

Rückfragen:

Nora Steimer, Geschäftsführerin IG Saubere Umwelt (IGSU), Tel. 043 500 19 99, Mobile 076 406 13 86

 Sandra Helfenstein, Mediensprecherin Schweizer Bauernverband, Mobile 079 826 89 75

 

Medienmitteilung als PDF 

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