Müllhalde Autobahn: NSNW AG und IGSU bekämpfen Littering

Gemeinsame Medienmitteilung der NSNW AG und der IG saubere Umwelt

Rund 260 Tonnen Abfall landen jedes Jahr auf Nordwestschweizer Autobahnen. Abfall, der aus dem fahrenden Auto geworfen wird, ist nicht nur störend, sondern auch gefährlich. In einer gemeinsamen Aktion versuchen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) Gegensteuer zu geben. 

Littering ist nicht nur in Städten und Gemeinden ein Problem: Laut der NSNW AG werden allein auf den Autobahnen und Raststätten der Nordwestschweiz jedes Jahr rund 260 Tonnen Abfall aus dem fahrenden Auto geworfen und landen am Strassenrand – gut eine Tonne pro Fahrkilometer. Wie überall stört Littering auch hier und kostet viel Geld. Auf der Autobahn ist Littering aber vor allem auch gefährlich: «Unsere Mitarbeitenden halten sich beim Einsammeln des Abfalls ungeschützt im Bereich der Fahrbahn auf und sind so einer hohen Gefährdung ausgesetzt», so Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb bei der NSNW AG. Für die Kosten würden letztlich die Steuerzahler aufkommen. «In unserem Gebiet handelt es sich dabei jedes Jahr um rund eine halben Million Schweizer Franken», weiss Leuzinger.

Gemeinsames Engagement für saubere Autobahnen 
Um das Littering auf den Autobahnen unter Kontrolle zu bringen, erhält die NSNW AG nun Unterstützung von den Littering-Experten der IGSU. Die beiden Organisationen arbeiten seit 2015 zusammen und führen diesen Sommer erstmals gemeinsame Aktionen gegen Littering auf der Autobahn durch. Da Abfälle, die achtlos aus dem Auto geworfen werden, häufig von Produkten stammen, die an Autobahn-Raststättenshops gekauft wurden, finden die Aktionen an Raststätten statt: Autofahrerinnen und Autofahrer werden von IGSU-Botschafter-Teams auf die Problematik aufmerksam gemacht und auf charmante Art und Weise dazu angehalten, ihren Abfall korrekt zu entsorgen. Die Autofahrer können sich zudem mit ihrer Unterschrift gegen Littering bekennen und sich damit symbolisch zum korrekten Entsorgung der Abfälle verpflichten. Aufgehäufte Abfallberge verdeutlichen dabei die Litteringmenge, die jeden einzelnen Tag auf einem Autobahnabschnitt anfällt. Zusätzlich verteilen die IGSU-Botschafter-Teams handliche «Abfallsäckli-Boxen» als Hilfsmittel für Autofahrende, um Abfälle im Auto zu entsorgen.

Aktionen sollen Autofahrer zum Umdenken bringen 
«Wir haben mit ähnlichen Aktionen im städtischen Umfeld gute Erfolge erzielt», berichtet Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU. «Wir erhoffen uns dadurch, dass sich Autofahrerinnen und Autofahrer bewusst werden, was sie mit Littering auf Autobahnen verursachen, und dass sie ihre Abfälle künftig beim nächsten Halt korrekt entsorgen.» Unterstützt wird die Aktion von JTI (Japan Tobacco International). John Aurlund, General Manager bei JTI, findet das Engagement gegen Littering wichtig: «Wir setzen uns aktiv für eine saubere Umwelt ein und unterstützen die Arbeit der IGSU seit vielen Jahren.»

An folgenden Raststätten werden Aktionen gegen Littering durchgeführt: 

  • 3. und 4. Juni: Raststätte Würenlos
  • 22. und 23. Juli: Raststätte Kölliken Süd
  • 5. und 6. August: Raststätte Pratteln
  • 12. und 13. August: Raststätte Gunzgen Nord

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Blick am Abend, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

Weitere Informationen zu den IGSU-Botschaftern finden Sie unter www.igsu.ch/de/botschafter

 

NSNW - Nationalstrassen Nordwestschweiz
Seit 2008 ist der Bund vollumfänglich für die Nationalstrassen verantwortlich. Die NSNW arbeitet seither im Auftrag von Bund und Kantonen und sorgt für betriebsbereite Hochleistungsstrassen in der Nordwestschweiz. Ihr Auftrag ist in Leistungsvereinbarungen mit ihren Auftraggebern geregelt, welche regelmässig neu ausgehandelt werden. In ihrem Streckennetz von rund 230 Kilometer Länge befinden sich mit täglich bis zu 120 000 Fahrzeugen die meistbefahrenen Abschnitte der Schweizer Hochleistungsstrassen. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.nsnw.ch

 

Medienkontakt

  • Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb und Mitglied der Geschäftsleitung NSNW AG, Telefon 061 975 46 60
  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86
  • Yves Gärtner, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78

 

 

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