Kampf gegen Littering: Der positive Trend hält an


Die Schweizerinnen und Schweizer beurteilen die Littering-Situation im Vergleich zum Vorjahr als leicht verbessert. Dies zeigt eine Umfrage der IG saubere Umwelt (IGSU). Zudem bestätigt sie die letztjährigen Resultate, die darauf schliessen lassen, dass Städte und Gemeinden die Littering-Situation unter Kontrolle haben. Trotzdem schränkt Littering nach wie vor die Lebensqualität ein. Das Engagement gegen Littering ist deshalb weiterhin von grosser Bedeutung.

Ein verändertes Freizeitverhalten, zunehmender Unterwegskonsum und steigende Bevölkerungszahlen führten in den letzten rund 20 Jahren zu einer Zunahme des Litterings. Inzwischen haben viele Städte und Gemeinden mit verschiedenen Massnahmen auf diese Entwicklungen reagiert. Eine Umfrage der IGSU legt nahe, dass es Städten und Gemeinden mit ihren Strategien gelungen ist, das Littering-Problem einzudämmen. Die Umfrage bei Passanten im öffentlichen Raum wurde 2015 zum ersten Mal durchgeführt, damals aber ausschliesslich in der Deutschschweiz. Dieses Jahr wurde sie auf alle Landesteile ausgedehnt.

Littering verringert, aber nicht besiegt
Das Littering-Ausmass in der Schweiz wird von den Befragten durchschnittlich als «mittel» mit leichter Tendenz zu «eher wenig» eingestuft. Noch besser sind die Resultate bezüglich der Beurteilung des Verschmutzungsgrades vor Ort: In diesem Fall wird die Littering-Situation mit «eher wenig» mit leichter Tendenz zu «mittel» beurteilt. Beide Punkte schnitten leicht besser ab als letztes Jahr (Deutschschweiz).

Obwohl die Zahlen eine Verbesserung aufzeigen, ist das Littering-Problem längst nicht gelöst. Zwar ist nur ein Viertel der 2270 Befragten der Ansicht, dass in der Schweiz «eher viel» bis «viel» gelittert wird – trotzdem fühlen sich fast drei Viertel «eher stark» bis «stark» von herumliegendem Abfall gestört. Um die Littering-Situation auch in Zukunft unter Kontrolle zu halten und weiter verbessern zu können, müssen die Massnahmen gegen Littering weitergeführt und bestenfalls ausgedehnt werden.

Auf dem richtigen Weg
Die IGSU setzt sich seit zehn Jahren mit Sensibilisierungsmassnahmen gegen Littering und für eine saubere Umwelt ein. Sie ist der Überzeugung, dass nur ein Massnahmenmix im Kampf gegen Littering erfolgreich sein kann. Durch die vorliegenden Umfrageergebnisse sieht sie die Vorgehensweise von Städten und Gemeinden, aber auch die eigenen Ansätze bestätigt. «Was Städte, Gemeinden und Schulen leisten, ist nicht zu unterschätzen. Saubere Strassen wirken sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf das Sicherheitsempfinden», weiss Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU. «Die Umfrageergebnisse sind erfreulich. Wir dürfen uns jetzt jedoch nicht auf den Lorbeeren ausruhen», erklärt sie. Vielmehr seien die Ergebnisse als Motivation zu sehen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. So prüfe die IGSU derzeit, wie sie mit neuen Massnahmen Städte, Gemeinden und Schulen zusätzlich unterstützen und entlasten und die Aufmerksamkeit auf engagierte Gemeinden lenken könne.

Weiterführen der Massnahmen
Doch auch ihre bewährten Massnahmen gegen Littering führt die IGSU weiter. Erfolgreich unterwegs sind beispielsweise die IGSU-Botschafter-Teams, die vorwiegend im Sommer durch die Schweiz ziehen, um Passantinnen und Passanten auf sympathische Art und Weise über Littering und Recycling aufzuklären. Am nationalen Clean-Up-Day nehmen zudem jedes Jahr schweizweit Tausende Helferinnen und Helfer teil. An Hunderten von Aufräum-Aktionen sorgen sie seit vier Jahren für eine saubere Umwelt und lenken die Aufmerksamkeit auf das Littering-Problem.

 

Weitere Erkenntnisse

  • Das Littering-Ausmass wird je nach Ort unterschiedlich bewertet: Am stärksten wird Littering auf ÖV-Arealen wahrgenommen, gefolgt von Strassen. Etwas besser schneiden öffentliche Plätze ab. Am geringsten ist das Littering-Ausmass gemäss Umfrage in Parkanlagen und auf Badewiesen sowie an anderen Orten.
  • Die Befragten fühlen sich aber nicht an allen Orten gleich stark von Littering gestört, unabhängig vom Ausmass der Verschmutzung: Obwohl das Ausmass in Parks und auf Badewiesen eher als gering wahrgenommen wird, stört es dort am meisten. Im Gegensatz dazu stört Littering auf ÖV-Arealen am wenigsten, obwohl dort das Ausmass am höchsten bewertet wurde.
  • Im Vergleich zum Vorjahr wird die Situation in Parks und auf Badewiesen als unverändert angesehen. Eine Verschlechterung der Littering-Problematik wird hingegen auf ÖV-Arealen wahrgenommen.
  • In der deutschen Schweiz wird vor Ort etwas weniger Littering wahrgenommen als in der französischen und italienischen Schweiz. Am meisten fühlen sich die Menschen in der italienischen Schweiz durch Littering gestört, wobei dort von einem Grossteil der Befragten auch eine Verschlechterung im Vergleich zum letzten Jahr festgestellt wurde.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Blick am Abend, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.


Medienkontakt

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86

 

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