Studie belegt: Raumpatenschaften wirken gegen Littering


Kostengünstig, einfach und effektiv: Raumpatenschaften zeigen Wirkung im Kampf gegen Littering. Das belegt eine Studie der IG saubere Umwelt (IGSU) und der ETH Zürich. Damit Gemeinden, Schulen, Vereine und Unternehmen von Raumpatenschaften profitieren können, werden sie bei der Umsetzung und Planung eines solchen Projekts von der IGSU mittels einer Anleitung unterstützt, die aus den Studienergebnissen abgeleitet wurde. 

Trotz einer gut funktionierenden Abfallwirtschaft und einem erfolgreichen Recycling-System werden auch in der Schweiz viele Abfälle im öffentlichen Raum achtlos weggeworfen oder liegen gelassen. Eine Studie der IGSU und der ETH Zürich im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zeigt nun: Raumpatenschaften tragen wirkungsvoll dazu bei, Littering zu reduzieren und verhindern. Indem Raumpaten die Verantwortung für die Sauberkeit eines bestimmten öffentlichen oder halböffentlichen Raumabschnittes übernehmen und regelmässig aufräumen, sind diese Orte gemäss der Studie nachweislich sauberer.

Massnahmenmix aus Bewährtem und Neuem 
«Im Kampf gegen Littering setzen wir einerseits auf bewährte Massnahmen, suchen aber auch immer wieder neue Wege», erklärt Nora Steimer, IGSU-Geschäftsleiterin. «Nach den erfreulichen Studien-Resultaten haben wir jetzt auch Raumpatenschaften in unseren Massnahmenkatalog aufgenommen.» Nun sollen andere von den Erkenntnissen aus den durchgeführten Analysen und Experteninterviews mit bestehenden Patenschaftsprojekten profitieren können: Um die wirkungsvolle Methode zu fördern, hat die IGSU nun eine Anleitung verfasst, die Gemeinden, Schulen, Vereine und Unternehmen bei der Umsetzung eines Raumpatenschaftsprojekts mit wichtigen Tipps unterstützt.

Günstig und wirkungsvoll 
Raumpatenschaften sind nicht nur eine äusserst kostengünstige Massnahme gegen Littering, sie zeigen auch Wirkung: Durch die regelmässige Pflege sind die Orte aufgeräumt und sauber, wodurch die Hemmschwelle steigt, Abfall liegen zu lassen. Die positive Wirkung von Raumpatenschaften wird zusätzlich durch das Aufstellen von Hinweistafeln oder das Verbreiten weiterer Informationen zur Raumpatenschaft verstärkt, wie das Feldexperiment im Rahmen der IGSU-Studie belegt. Hinweise sorgen dafür, dass Passantinnen und Passanten auf das Projekt aufmerksam gemacht und für den korrekten Umgang mit Abfällen sensibilisiert werden und dadurch dem entsprechenden Gebiet mehr Sorge tragen.

Erfolgreiche Raumpatenschaftsprojekte 
In der Schweiz und im Ausland existieren bereits viele erfolgreiche Raumpatenschaftsprojekte. In Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) führt beispielsweise die Stadt Illnau-Effretikon bereits seit 2006 ein erfolgreiches Raumpatenschaftsprojekt. Sie konnte zahlreiche Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen aus Gewerbe und Detailhandel motivieren, als Paten für einen Raumabschnitt zu sorgen.

In Basel-Stadt ermöglicht das Amt für Umwelt und Energie (AUE) engagierten Schulklassen, ein sogenanntes «Green Team» zu werden. Ein «Green Team» leistet einen Umwelteinsatz und erhält dafür vom AUE eine Gegenleistung. Für das wöchentliche Reinigen des Schulareals erhält ein Team beispielsweise einen neuen Basketballkorb auf dem Pausenplatz.

Die Studie sowie die Anleitung zu Raumpatenschaftsprojekten finden Sie hier

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Blick am Abend, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86

 

Pressemitteilung als PDF »

  

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