Imposante Abfallberge an der Raststätte Forrenberg


Während sich die Littering-Situation in der Schweiz leicht verbessert hat, enden auf den Autobahnen und an Raststätten weiterhin Unmengen an Abfall auf der Strasse und in den angrenzenden Grünräumen. Deshalb führt die IG saubere Umwelt (IGSU) auch dieses Jahr Anti-Littering-Aktionen an Raststätten durch. Seit heute sprechen die IGSU-Botschafter-Teams an der Raststätte Forrenberg mit Autofahrenden über Littering und Recycling.

In ihrem Fahrzeug fühlen sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer ungestört und geniessen eine gewisse Anonymität. Das äussert sich nicht nur in unschönen Gesten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern oder rasantem Fahrverhalten, sondern auch beim falschen Entsorgen von Abfall. Noch immer landet gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) jedes Jahr rund eine Tonne Abfall pro Fahrkilometer auf der Autobahn. Die damit verbundenen Reinigungskosten werden auf rund zwei Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Deshalb führt die IG saubere Umwelt (IGSU) bereits zum vierten Mal Aktionen gegen Littering an Raststätten durch.

Mit Zeichnungen gegen Littering
Heute, 27. und morgen, 28. September, sprechen IGSU-Botschafter die Autofahrerinnen und Autofahrer an beiden Seiten der Raststätte Forrenberg auf ihren Umgang mit Abfall an und sensibilisieren sie für die Littering-Problematik. Sie verteilen handliche «Abfallsäckli-Boxen» fürs Auto und ermuntern die Autofahrenden dazu, sich mit einer Unterschrift, einer Zeichnung oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering bekennen. Angehäufte Abfallberge verdeutlichen zudem die Litteringmenge, die jeden einzelnen Tag auf einem Autobahnabschnitt anfällt. Roger Blaser von der Autogrill Schweiz AG in Forrenberg schätzt den Raststätten-Einsatz der IGSU-Botschafter: «Die Autofahrerinnen und Autofahrer sind sich meistens nicht bewusst, was sie damit auslösen, wenn sie Abfall aus dem Autofenster werfen. Littering auf der Autobahn schadet nicht nur der Umwelt, sondern gefährdet auch andere Autofahrer und die Mitarbeitenden der Unterhaltsfirmen, die den Abfall wieder einsammeln müssen.»

Sensibilisierungsarbeit lohnt sich
Dass die Aktionen Früchte tragen, zeigt sich an den Reaktionen der Autofahrenden. «Den Abfall vor sich zu sehen und sich vorzustellen, dass es Menschen gibt, die ihn zusammensuchen müssen, während nebenan Autos mit bis zu 120 km/h vorbeirasen, hat mich ziemlich geschockt», erklärt eine junge Frau beim Anblick der Abfallberge.

IGSU-Geschäftsleiterin Nora Steimer ist zuversichtlich, das Littering-Problem auch auf den Autobahnen unter Kontrolle zu bringen: «Die letztjährigen Umfragen der IGSU zeigen, dass sich die Situation in der Schweiz stabilisiert und sogar leicht verbessert hat. Das sind die Früchte von 13 Jahren Sensibilisierungsarbeit. Anonymität und internationale Verkehrsteilnehmer machen es auf den Autobahnen etwas schwieriger, das Problem in den Griff zu bekommen. Aber ich bin mir sicher, dass wir auch hier viel bewirken können.»

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September stattgefunden hat. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt 

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86
  • Roger Blaser, Autogrill Schweiz AG, Telefon 052 235 31 62

 

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