Littering auf dem Gotthard: IGSU-Botschafter klären auf


Hätten die Reisenden mit ihren Saumtieren vor 500 Jahren bereits Plastikmüll auf dem Gotthard liegengelassen, läge dieser zum Teil noch heute da. Damit unsere Nachfahren in 500 Jahren nicht auf unseren Abfall treffen, haben die IGSU-Botschafter-Teams am vergangenen Samstag auf dem Gotthardpass für die Littering-Problematik sensibilisiert.

Sowohl in Städten als auch in Naherholungsgebieten zeigte sich in letzter Zeit ein ungewohntes Bild: Untypisch für Schweizer Verhältnisse stapelten sich liegengelassene Essensverpackungen und Getränkebehältnisse in Altstadtgassen, an Seeufern und auf Waldlichtungen. Ob aus Frust, aus Langeweile oder aus Unachtsamkeit – Littering hat während der Pandemie zugenommen. Umso wichtiger sind Sensibilisierungs-Massnahmen wie die IGSU-Botschafter-Teams. Sie waren am Samstag, 31. Juli 2021, auf dem Gotthardpass anzutreffen, wo sie vor dem Museum, am Seeufer und bei den Parkplätzen mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling gesprochen und diese zum korrekten Entsorgen ihrer Abfälle ermuntert haben. «Bei vielen Reisenden hat ein Halt auf der Passhöhe Tradition, sei es, um sich die Beine zu vertreten, etwas zu essen oder das einmalige Panorama zu bewundern», weiss Marzio Eusebio, Leiter des Ospizio San Gottardo. «Ich bin mir aber sicher, dass sie dabei nicht auf Abfall treffen wollen, den sie bei der letzten Fahrt in die Ferien hier liegengelassen haben. Deshalb machen die IGSU-Botschafter darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, den Abfall korrekt zu entsorgen.»

Bewährte Sensibilisierungsmassnahme
Die IGSU-Botschafter-Teams gehören zu den ältesten und bewährtesten Sensibilisierungsmassnahmen der IGSU. Sie ziehen seit 2007 jedes Jahr von April bis September durch über 50 Schweizer Städte und Gemeinden und sprechen mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling. Auch in Bergregionen machen sie im Sommer, Herbst und Winter auf das Littering-Problem aufmerksam und bewegen Sommertouristen, Wanderer und Schneesportler zum korrekten Entsorgen ihrer Abfälle. Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch das Engagement an Schulen: Die Botschafter-Teams sensibilisieren Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen mit Workshops, Pausen- und Aufräum-Aktionen für die Littering-Problematik.

Unterstützung von Städten, Gemeinden und Schulen
Die IGSU unterstützt Städte, Gemeinden und Schulen mit vielen weiteren Anti-Littering-Massnahmen. So zum Beispiel mit dem nationalen Clean-Up-Day, der vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband für Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch unterstützt wird. Dieses Jahr findet der Clean-Up-Day am 17. und 18. September statt. Ausserdem vergibt die IGSU das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich aktiv gegen Littering engagieren, und unterstützt Institutionen bei der Umsetzung von Raumpatenschafts-Projekten.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 17. und 18. September stattfinden wird. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfallkübel auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt

  • Nora Steimer, IGSU-Geschäftsleiterin, 043 500 19 91, 076 406 1386, medien@igsu.ch
  • Jorrit Bachmann, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78
  • Marzio Eusebio, Gotthard Pass, 091 869 12 35

 

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