Littering: Pandemie hinterlässt Spuren auf der Autobahn


Auch die Umwelt leidet unter der Pandemie. Littering belastet die Schweiz mehr denn je – auch auf den Autobahnen landet noch mehr Abfall in den Böschungen als üblich. Deshalb führen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) auch dieses Jahr gemeinsame Anti-Littering-Aktionen durch. Heute und morgen sensibilisieren die IGSU-Botschafter-Teams an der Shopping Raststätte Würenlos für die Littering-Problematik.

Zu den Take-away-Verpackungen und Zigarettenstummeln, die auf der Autobahn auf den Fahrzeugen geworfen werden, gesellen sich seit Pandemiebeginn auch Hygienemasken und Desinfektionsmittelbehälter. «Die Littering-Situation hat sich auch auf den Autobahnen deutlich verschlimmert», findet Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb bei der NSNW AG. «Es wird Zeit, dass auch die Autofahrenden wieder vermehrt auf die Umwelt achten.» Um ihnen die Problematik vor Augen zu führen, führen die Nationalstrassen Nordwestschweiz (NSNW AG) und die IG saubere Umwelt (IGSU) dieses Jahr bereits zum sechsten Mal gemeinsame Anti-Littering-Aktionen an Raststätten durch.

Damit der Abfall nicht auf der Strecke bleibt
Der Auftakt der Autobahn-Aktionen findet auch dieses Jahr wieder an der Shopping Raststätte Würenlos statt: Heute, 9. und morgen, 10. Juli 2021 sprechen die IGSU-Botschafter-Teams die Autofahrerinnen und Autofahrer dort auf ihr Abfallverhalten an. «Ich weiss, dass es nicht richtig ist», gibt eine junge Frau schuldbewusst zu. «Aber ich habe letzte Woche auch ein Dönerpapier, das mit Sauce beschmiert war, aus dem Autofenster geworfen, weil ich nicht wollte, dass mein Auto dreckig wird.» Da sie nicht die Einzige ist, die nicht weiss, wo sie den Abfall im Auto deponieren soll, verteilen die IGSU-Botschafter handliche «Abfallsäckli-Boxen». Zudem ermuntern sie die Autofahrenden dazu, sich mit einer Unterschrift, einem Comic oder einem Spruch auf einem Plakat gegen Littering und zum korrekten Entsorgen zu bekennen.

Bewährte Sensibilisierungs-Massnahme
Die IGSU-Botschafter-Teams gehören zu den ältesten und bewährtesten Sensibilisierungsmassnahmen der IGSU. Sie ziehen seit 2007 jedes Jahr von April bis September durch über 50 Schweizer Städte und Gemeinden und sprechen mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling. Die IGSU unterstützt Städte, Gemeinden und Schulen mit vielen weiteren Anti-Littering-Massnahmen. So zum Beispiel mit dem nationalen Clean-Up-Day, der vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband für Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch unterstützt wird. Dieses Jahr findet der Clean-Up-Day am 17. und 18. September statt. Ausserdem vergibt die IGSU das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich aktiv gegen Littering engagieren, und unterstützt Institutionen bei der Umsetzung von Raumpatenschafts-Projekten.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 17. und 18. September stattfinden wird. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfallkübel auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt

  • Nora Steimer, IGSU-Geschäftsleiterin, 043 500 19 91, 076 406 1386, medien@igsu.ch
  • Thomas Leuzinger, Leiter Betrieb und Mitglied der Geschäftsleitung NSNW AG, 061 975 46 60
  • Carmen Hodel, Projekt Assistentin, Bovida Real Estate AG, 041 763 22 25

 

 

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