Zürcher Knabenschiessen: Abfall im Visier
Wer trifft ins Schwarze – und wer den Abfallkübel? Damit am Knabenschiessen auch beim Thema Abfall Zielsicherheit herrschte, sensibilisierten die Botschafter-Teams des Schweizer Kompetenzzentrums gegen Littering IGSU auch dieses Jahr für die Littering-Problematik.
Über 800’000 Besucherinnen und Besucher zählt das Zürcher Knabenschiessen jedes Jahr. Abgelenkt durch kulinarische Düfte, beeindruckende Chilbi-Bahnen und mitreissende Musik landen manche Abfälle am Boden statt im Kübel. Um das Bewusstsein für den korrekten Umgang mit Abfall zu schärfen, haben sich auch dieses Jahr die IGSU-Botschafter-Teams unter die Gäste gemischt und diese dazu motiviert, sich mit Unterschriften, witzigen Sprüchen oder kreativen Zeichnungen auf weissen Plakaten gegen Littering zu bekennen. Damit ergänzen sie die Anti-Littering-Massnahmen der Schützengesellschaft der Stadt Zürich, die unter anderem eine flächendeckende Entsorgungsinfrastruktur, ein Depot auf Mehrwegbecher und eine enge Zusammenarbeit mit den Standbetreibern umfassen. «Auch dieses Jahr hat sich unser Konzept bewährt: Die Feiernden haben sich mehrheitlich an die Regeln gehalten und den Abfall korrekt entsorgt», freut sich Platzmeister Heinz Büttler.
Nachhaltige Sensibilisierung
Die IGSU-Botschafter-Teams sensibilisieren jedes Jahr bis zu 196'000 Personen für die Littering-Problematik. In Parks, in Verpflegungszonen, auf Plätzen, an Schulen, Märkten und Events motivieren sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene im direkten Gespräch dazu, ihre Abfälle korrekt zu entsorgen. Mit Charme, Humor und kreativen Aktionen wie «Tatort Littering» oder «StreetUnArt» begegnen die IGSU-Botschafter-Teams ihren Gegenübern auf Augenhöhe und bleiben ihnen so nachhaltig in Erinnerung.
Neben den Botschafter-Teams hat die IGSU viele weitere Sensibilisierungsmassnahmen im Angebot: So organisiert sie den jährlichen nationalen IGSU Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 18. und 19. September 2026 stattfindet und von der Kinderbuchfigur Globi unterstützt wird. Weiter steht sie Städten, Gemeinden und Schulen bei der Umsetzung von Raumpatenschaften oder mit altersgerechten Schulworkshops zu den Themen Littering, Recycling und Umweltschutz zur Seite.
Forschung für die Umwelt
In der «Grossen Schweizer Littering-Studie» untersucht sie zudem gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW die Wirksamkeit von verschiedenen Massnahmen gegen Littering.
Im Sommer 2025 wurde mit «Picknick- und Freizeitzonen» das erste von insgesamt drei Settings unter die Lupe genommen. 2026 werden weitere Feldexperimente durchgeführt, diesmal in «Verpflegungszonen rund um Take-Aways». 2027 sind Experimente entlang von «Überlandstrassen» geplant.
Die IGSU-Botschafter-Teams sorgen 2026 in allen Landesteilen mit Aktionen für Aufmerksamkeit: IGSU-Tour 2026
Benötigen Sie für einen Bericht über Littering ein Quote oder haben eine Frage zum Thema? Die IGSU-Expert*innen stehen Ihnen gern zur Verfügung.
IGSU – Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering und setzt sich seit 2007 national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Umwelt ein. Eine der bekanntesten Massnahmen ist der nationale IGSU Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 18. und 19. September 2026 stattfindet. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora, Feldschlösschen, Coca-Cola Schweiz und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfallkübel auf, führen regelmässige Aufräumtouren rund um ihre Filialen durch oder organisieren Clean-Up-Aktionen mit der Bevölkerung.
Medienkontakt
- Nora Steimer, IGSU-Geschäftsleiterin, 043 500 19 91, 076 406 13 86,
- Heinz Büttler, Platzmeister Knabenschiessen, 079 928 70 72